2017: 7,3% Rückgang bei Neubau

Das Statistische Bundesamt hat jetzt die Neubau – Statistik für das Jahr 2017 veröffentlicht: Danach sind 2017 gegenüber dem Vorjahr insgesamt 27.760 Neubauwohnungen weniger genehmigt worden, als im Vorjahr.

Die damit beschriebene Entwicklung zieht sich in unterschiedlicher Ausprägung durch alle Arten von Neubauvorhaben: Auch nur bezogen auf Neubauvorhaben, bei denen es sich um reine Wohngebäude handelt, ist ein Rückgang von 5,0% zu verzeichnen. Der höhere Gesamtrückgang ist wohl u.a. entscheidend darauf zurückzuführen, dass die Zahl der neu errichteten Wohnungen in Wohnheimen – also z.B. maßgeblich auch in Flüchtlingsunterkünften – um 41,0% bzw. 10.500 Wohnungen zurück ging.

Bezogen auf Neubauvorhaben mit nur einer Wohnung – also Einfamilienhäuser – war ein Rückgang von 4.730 bzw. 5,0% zu verzeichnen.

Wie diese Entwicklung auf mittlere und lange Sicht zu beurteilen ist, bleibt abzuwarten. Jedenfalls wird der Erwerb von Bestandsimmobilien auf absehbare Zeit eine unverändert wichtige Rolle spielen.

Was die Entwicklung bei den Neubauvorhaben betrifft, wird es u.a. entscheidend darauf ankommen, wie schnell und effektiv die im Koalitionsvertrag der Großen Koalition vereinbarte „Wohnraumoffensive“ umgesetzt wird. Die Pläne sehen vor, dass der Neubau von 1,5 Millionen frei finanzierten Wohnungen und Eigenheimen öffentlich gefördert werden soll. Das entsprechende Gesetzespaket soll noch 2018 auf den Weg gebracht werden. Weitere politische Maßnahmen der Großen Koalition, die in diesem Zusammenhang eine Rolle spielen können, sind das bereits vor der Wahl auf den Weg gebrachte „Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen“ sowie der Einsatz einer Kommission zum Thema „Nachhaltige Baulandmobilisierung und Bodenpolitik“.

Wir werden das Thema weiter im Auge behalten und hier wieder berichten. Bei Interesse sehen Sie sich gerne auch unseren Beitrag „Immobilienpreise nach Bundesländern“ an.


Finanzkanzlei am See ueber Statistik 2017 zu Nebau

Quelle: Destatis


Die vollständige Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes zu diesem Thema finden Sie hier.