Marktkommentar – KW20

Marktkommentar – KW20

Technische Aktien- und Rentenmarktaussichten

Fürst Fugger Privatbank – 17. Mai – 21. Mai 2021

Auf den ersten Blick lag eine ruhige Handelswoche hinter uns. Der DAX konnte um 17 Punkte oder 0,11 % zulegen. Allerdings kam es am letzten Donnerstag zu einem massiven Ausverkauf beim DAX, welcher den Index bis an die Marke von 14.816 Punkten führte. Der Anstieg der Inflationsdaten sorgte für den Ausverkauf. Allerdings ging es im gleichen Tempo im Schlusshandel wieder nach oben. Die Aussagen der Fed, dass es ihrer Meinung nach nur ein temporärer Anstieg bei der Inflation sei, beruhigte die Märkte. Die Vorgaben für den heutigen Handelstag sind gemischt.

DAX

Auf den ersten Blick lag eine ruhige Handelswoche hinter uns. Der DAX konnte um 17 Punkte oder 0,11 % zulegen. Allerdings kam es am letzten Donnerstag zu einem massiven Ausverkauf beim DAX, welcher den Index bis an die Marke von 14.816 Punkten führte. Der Anstieg der Inflationsdaten sorgte für den Ausverkauf. Allerdings ging es im gleichen Tempo im Schlusshandel wieder nach oben. Die Aussagen der Fed, dass es ihrer Meinung nach nur ein temporärer Anstieg bei der Inflation sei, beruhigte die Märkte. Die Vorgaben für den heutigen Handelstag sind gemischt. Während die US-Börsen an den beiden letzten Handelstagen der Vorwoche stark zulegen konnten, ging es an den asiatischen Märkten heute eher gemischt zu. Vor allem die Börse Taipeh litt unter einer Verschärfung der Corona-Maßnahmen. Auch an den japanischen Börsen ging es nach unten, während die chinesischen Börsen von guten Konjunkturdaten profitierten. Wir können uns derzeit einen weiteren Anstieg bis zum Allzeithoch bei 15.502 Punkten vorstellen. Davor findet sich ein kleiner Widerstand bei 15.419 Punkten. Realistisch billigen wir dem DAX aktuell einen Anstieg bis 15.455/15.475 Punkten zu.

 

Euro Stoxx 50

Der Euro Stoxx 50 ging am Freitag mit einem Punktestand von 4.017 Punkten aus dem Handel und gab auf Wochensicht -0,42 % nach. Auf der europäischen Branchenebene gab es eine große Diskrepanz. Der Bankensektor (+2,35 %) sowie der Einzelhandelssektor (+0,30 %) entwickelten sich am besten, wohingegen der Technologie- (-3,25 %) und Tourismussektor (-6,68 %) deutlich abverkauft wurden. Der Wochenverlust auf Indexebene erscheint gering, jedoch wurde die Vorwoche hoch volatil, als die veröffentlichten Inflationsraten in den USA deutlich über den Erwartungen lagen (3,6 % vs. 4,2 %). Der kräftige Kursgewinn am Freitag konnte den Kurseinbruch vom Dienstag größtenteils wieder wett machen und hält den Euro Stoxx 50 im volatilen Seitwärtsmodus. Der erfreuliche Wochenausklang stimmt uns für diese Woche positiv, da zudem die technische Unterstützungszone auf Schlusskursbasis im 3.940 Punktebereich dem enormen Verkaufsdruck standhielt. Durch das schlagartige Abkippen des Euro Stoxx 50 auf 3.860 Punkte am Donnerstag, erhöht sich jedoch das Risiko im Vergleich zu den Vorwochen. Auf der Oberseite bildet das Aprilhoch auf Höhe der oberen Trading-Range bei ca. 4.050 Punkten weiterhin einen schwer zu überwindenden Widerstand.

 

Dow Jones Industrial

Der Dow Jones konsolidierte in der vergangenen Woche und verlor 1,1 %. Er schloss bei 34.382 Punkten. Es war eine volatile Woche, auch für den Dow Jones, der Montag mit einem Intraday-Hoch von 35.091 Punkten noch ein neues Allzeithoch erzielen konnte und erstmals in seiner Geschichte die 35.000-er Marke überwinden konnte. Zur Wochenmitte testete er mit einem Intraday-Tief von 33.286 Punkten die 50-Tage-Linie und auch den hier in den Vorwochen beschriebenen Aufwärtstrendkanal, der sich seit den Tiefs des März 2020 herleiten lässt. Zwischen Wochenhoch und -Tief ergibt sich immerhin eine Kurschwankung von über 5 %. Belastet haben in den USA höhere Konsumentenpreise, die aufs Jahr hochgerechnet um 5 % anzogen. Der heftige Kurseinbruch in der vergangenen Woche hat für eine gewisse Bereinigung der euphorischen Stimmung an den Börsen gesorgt und die Märkte zu einer aus kurzfristigen Sicht überverkauften Situation geführt. Insofern haben die US-Börsen in dieser Woche durchaus Luft für weitere Kursgewinne. Diese Gelegenheit sollte jedoch nur für spekulative Marktteilnehmer interessant sein, denn nach einer Gegenbewegung nach oben halten wir nach wie vor eine schwächere Marktphase für nötig, um die US-Börsen zu bereinigen und auch für Marktteilnehmer mit mittelfristigem Anlagehorizont wieder interessant zu machen. Auf der Oberseite ist das Allzeithoch der Vorwoche bei 35.091 Punkten der nächste Widerstand. Dies stellt auch aktuell unser maximales Aufwärtspotenzial dar. Auf der Unterseite sind die 38-Tage-Linie (aktuell bei 33.782 Punkten) und die 50-Tage-Linie (aktuell bei 33.493 Punkten) die nächsten Unterstützungen. Wir halten einen Test und auch den Bruch des Trendkanals, der sich seit dem März-Tief 2020 herleiten lässt für nötig, um eine Bereinigung der Marktstimmung der US-Börsen zu erzielen.

 

Bund-Future

Der Bund-Future notiert aktuell bei 169,02 %-Punkten. Der Bund-Future unterschritt im Laufe der letzten Woche sogar sein bisheriges Kontrakt-Tief bei 169,24 %-Punkten und bildete mit 168,59 %-Punkten ein neues Kontrakt-Tief, bevor eine Gegenbewegung den Bund-Future über die Marke von 169 %-Punkten führte. Allerdings verharrt der Bund-Future somit weiter in seinem bisherigen Abwärtstrend. Das oben genannte alte Kontrakt-Tief stellt nunmehr einen starken Widerstand im Falle einer Gegenbewegung dar, gefolgt von 169,77 sowie 170,25 %-Punkten.

 

Einschätzung

Die zunehmend stärker werdenden Ausschläge an den Aktienmärkten lassen uns vorsichtiger werden. Wir präferieren zwar immer noch eine Übergewichtung von Aktien, jedoch ist es manchmal nicht schlecht, Gewinne erstmal mitzunehmen und sich das Treiben an den Märkten von der Seitenlinie aus anzusehen.

Stand: 17.05.2021


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2021-05-17T12:01:16+02:00