Marktkommentar – KW22

Marktkommentar – KW22

Technische Aktien- und Rentenmarktaussichten

Fürst Fugger Privatbank – 31. Mai – 04. Juni 2021

Der DAX ging nach einer ruhigen Handelswoche mit einem Plus von 0,53 % am Freitag aus dem Handel. Die Vorgaben für den heutigen Handelstag sind gemischt. Während die US-Börsen an den beiden letzten Handelstagen der Vorwoche zulegen konnten, ging es an den asiatischen Märkten heute eher gemischt zu. Vor allem die Börsen in Japan standen unter Druck, da sich Anleger hinsichtlich der Belastungen aus dem Corona bedingten Notstand sorgen. Auch die chinesischen Märkte lagen heute im Minus, nachdem Konjunkturbarometer darauf hindeuten, dass die Dynamik der wirtschaftlichen Erholung im Land ihren vorläufigen Maximalwert erreicht haben. Dementsprechend startet der DAX heute leichter. Aufgrund des Feiertags in den USA ist von dort keine Unterstützung zu erwarten.

DAX

Der DAX ging nach einer ruhigen Handelswoche mit einem Plus von 0,53 % am Freitag aus dem Handel. Die Vorgaben für den heutigen Handelstag sind gemischt. Während die US-Börsen an den beiden letzten Handelstagen der Vorwoche zulegen konnten, ging es an den asiatischen Märkten heute eher gemischt zu. Vor allem die Börsen in Japan standen unter Druck, da sich Anleger hinsichtlich der Belastungen aus dem Corona bedingten Notstand sorgen. Auch die chinesischen Märkte lagen heute im Minus, nachdem Konjunkturbarometer darauf hindeuten, dass die Dynamik der wirtschaftlichen Erholung im Land ihren vorläufigen Maximalwert erreicht haben. Dementsprechend startet der DAX heute leichter. Aufgrund des Feiertags in den USA ist von dort keine Unterstützung zu erwarten. Ein Test des Allzeithochs bei 15.569 Punkten wäre zwar denkbar, jedoch eher unwahrscheinlich. Wir konzentrieren uns daher eher auf die Unterseite. In einem wahrscheinlich volatiler werdenden Umfeld (der Juni ist historisch der schlechteste Börsenmonat) können wir uns einen Test der Marke von 15.351 Punkten durchaus vorstellen, gefolgt von 15.279 Punkten. Auf dieser Basis dürfte Kaufbereitschaft in den Markt kommen.

 

Euro Stoxx 50

Der Euro Stoxx 50 ging am Freitag mit einem Punktestand von 4.070 Punkten aus dem Handel und legte auf Wochensicht 1,19 % zu. Auf der europäischen Branchenebene zeigten sich vergangene Woche klare Gewinner. Der Tourismus- (+3,97 %) sowie der Technologiesektor (+3,40 %) entwickelten sich am besten und deuten auf eine gesunde Marktbreite hin. Am schwächsten entwickelten sich die europäischen Versorger (-1,11 %) und Energie Unternehmen (-0,62 %). Technisch betrachtet hat der Euro Stoxx 50 die Möglichkeit aus einer volatilen Seitwärtsbewegung, die seit Mitte April zwischen 3.940 und 4.050 Punkten oszilliert, nach oben auszubrechen. Dafür spricht, dass die Unterstützungszone bei ca. 3.940 Punkten, die sich aus dem unteren Bollinger-Band sowie der 50 Tage-Linie bildete, den z. T. massiven Verkaufsdruck der letzten Wochen standhalten konnte. Zudem wurde nach mehreren Versuchen die wichtige Widerstandsmarke bei 4.050 Punkten überwunden. Das sind Sphären, in denen sich der Euro Stoxx 50 das letzte Mal während der Finanzkrise 2008 aufhielt. Dem Aufwärtstrend wurde letzte Woche neues Leben eingehaucht und ein Fundament für einen Ausbruch darüber hinaus geliefert. Wir bewerten die relative Grundausrichtung im Euro Stoxx 50 tendenziell positiv, da auf der Unterseite die Umkehrbereiche bei ca. 4.040 und 3.940 Punkten das Abwärtsrisiko in Grenzen halten sollte.

 

Dow Jones Industrial

Der Dow Jones erzielte in der vergangenen Woche einen Kursgewinn von 0,9 %. Er schloss bei 34.529 Punkten. Zyklische Aktien und Technologie waren gefragt, während Energie, Nicht-Zykliker und der Gesundheitssektor konsolidierten. Die veröffentlichten Makro-Daten enttäuschten in Summe und reduzierten die Zinserhöhungsangst. Dies führte auch zu einer guten Woche bei Rentenanlagen. Charttechnisch hat sich beim Dow in den letzten zwei Wochen nicht viel getan. Wir hatten hier vor 2 Wochen auf eine Trading Chance für offensive Marktteilnehmer hingewiesen. Diese hat sich tatsächlich entfaltet, aber schon die Tatsache, dass der Dow Jones sein Allzeithoch vom 10. Mai bei 35.091 Punkten noch nicht erreicht hat, zeigt die eher schwache Dynamik. Die überverkaufte Indikation wurden jetzt weitgehend abgebaut, so dass wir im Wochenverlauf mit einer weiteren Abschwächung des Momentums rechnen. Wir halten es aktuell für eher unwahrscheinlich, dass der Dow sein Allzeithoch von 35.091 Punkten nachhaltig überwinden können wird, ohne eine vorherige Konsolidierung. Dieses Level stellt nach wie vor unser maximales Aufwärtspotenzial dar. Auf der Unterseite sind die 38-Tage-Linie (aktuell bei 34.089 Punkten) und die 50-Tage-Linie (aktuell bei 33.835 Punkten) die nächsten Unterstützungen. In diesem Bereich ist der Dow Jones charttechnisch solide unterstützt, auch durch die Konsolidierungsphase seit Mitte April. Aber ehrlich gesagt halten wir nicht nur einen Test, sondern auch einen Bruch dieses Levels, sowie des Trendkanals, der sich seit dem März-Tief 2020 herleiten lässt (aktuell etwas unter 33.400 Punkten), für nötig, um eine Bereinigung der Marktstimmung der US-Börsen zu erzielen. Dies ist aus unserer Sicht nötig, um die US-Börsen auch für Marktteilnehmer mit mittelfristigem Anlagehorizont wieder interessant zu machen.

 

Bund-Future

Der Bund-Future notiert aktuell bei 169,71 %-Punkten. Der Bund-Future konnte sich zuletzt deutlich von seinen jüngsten Tiefständen erholen. Die abflauende Inflationsangst hat sicherlich zur Erholung beigetragen. Technisch befindet sich der Bund-Future an einer wichtigen Marke. Zum einen stellt die 170%-Punkte-Marke eine psychologische Marke dar, zum anderen befindet sich hier eine kurzfristige Abwärtstrendlinie und die alte Unterstützungslinie. Dieser Bereich könnte sich daher zu einem Widerstandsbereich entwickeln. Von Seiten der technischen Indikatoren gibt es keine klaren Implikationen für die weitere Entwicklung. Skepsis ist aufgrund des fundamentalen Umfelds jedoch angebracht, so dass tendenziell eher tiefere Kurse im Bund-Future der Fall sein dürften.

 

Einschätzung

Wir bleiben aktuell noch investiert, sind aber wegen der zunehmenden Volatilität an den Aktienmärkten besorgt. Wir können uns kurzfristig weiteres Aufwärtspotential vorstellen, jedoch zeigt die Börsenhistorie, dass ab Mitte des Jahres eher mit leicht tieferen Kursen zu rechnen ist.

Stand: 31.05.2021


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2021-05-31T17:06:36+02:00