DAX

Der DAX befindet sich weiter in einer Orientierungsphase. Die Verluste minimierten sich gegenüber der Vorwoche deutlich. So verlor der DAX 87 Punkte oder 0,57 %. Trotz abnehmender Ängste vor einer schnellen Zinsanhebung durch die Fed sorgte das seit ca. 2 Wochen bestimmende Thema „Omikron-Virusvariante“ für Verunsicherung unter den Anlegern. Sollte sich die neue Virus-Variante als gefährlicher als die aktuell vorherrschende Delta-Variante herausstellen, könnten weitere, über die aktuell verkündeten Maßnahmen hinausgehende Einschnitte ergehen und das Wirtschaftswachstum erneut zum Erliegen bringen. Die Vorgaben heute Morgen aus Asien sind in der Summe negativ, im Gegensatz dazu starten die US-Futures im Plus und geben Kaufimpulse für die europäischen Börsen. Die Tiefstände aus der letzten Woche lagen auf dem Niveau der Kurse von Anfang Oktober (14.983/15.012 Punkten). Hier sehen wir aktuell den DAX gut unterstützt. Sollte der Verkaufsdruck zunehmen, könnte der DAX bis zum Tief vom 06. Oktober bei 14.819 Punkten fallen. Auf der Oberseite muss die 200-Tage-Linie bei 15.423 Punkten überwunden werden, damit der DAX wieder Schwung nach oben nehmen kann.
 

Euro Stoxx 50

Der Euro Stoxx 50 ging am Freitag mit einem Punktestand von 4.080 Punkten aus dem Handel. Der Index gab im Vergleich zur Vorwoche lediglich 9 Punkte oder 0,23 % ab. Beherrschendes Thema bei den europäischen Standardwerten war das Auftauchen der neuen Omikron-Variante und die noch nicht einschätzbaren Folgen. Die immer noch steigende 200-Tage-Linie (aktuell bei 4.081 Punkten) konnte dem Verkaufsdruck letztendlich Stand halten. In der heutigen Eröffnung beginnen sich die Kurse oberhalb der Marke von 4.100 Punkten leicht zu stabilisieren. Dies dürfte primär mit den Gewinnen bei den US-Aktienfutures zusammenhängen. Eine technische Gegenbewegung könnte den Euro Stoxx 50 Index bis an die 90-Tage-Linie bei 4.192 Punkten führen. Sollte die genannte 200-Tage-Linie nicht halten, drohen weitere Abgaben bis zum Oktober-Tief bei 3.965 Punkten.
 

Dow Jones Industrial

Der Dow Jones korrigierte in der vergangenen Woche um 0,9 %. Er schloss bei 34.580 Punkten. Wir sahen einen volatilen Börsenverlauf, bei dem Erholungsversuche sich noch nicht nachhaltig zeigten. Insbesondere die Sektoren Telekommunikation (-2,8 %), zyklischer Konsum (-2,4 %) und Finanzwerte (-2,0 %) waren schwach. Auch die ansonsten so robusten Technologie-Riesen wie Amazon, Microsoft oder Tesla konnten sich der Schwäche nicht entziehen. Die volatile Woche führte beim Dow Jones zu einem kurzfristigen Bruch der 200-Tage-Linie, die aktuell bei 34.498 Punkten verläuft. Im Tief notierte der Dow Jones knapp unter 34.000 Punkten, ehe sich erste Käufer zum Zukauf entschlossen. Wir sehen gute Chancen auf eine Stabilisierung des Dow Jones auf diesem Niveau. Die Abwärtsbewegung hat für einen ausgewaschenen Markt gesorgt. Die Indikatoren sind zwar noch nicht komplett im kapitulativen Bereich angelangt, wir sehen die Abwärtsbewegung aber in einem sehr fortgeschrittenen Stadium. Unser wahrscheinlichstes Szenario ist deshalb eine Art von Gegenbewegung in dieser Woche, die durchaus die Verlaufshochs von Mitte August bei 25.629 Punkten erreichen kann. Dort verläuft auch die 38-Tage-Linie (aktuell bei 35.611 Punkten). Die dazwischen liegenden 90- und 50-Tage-Linien sollten bei dem Volatilitätsniveau keine größeren Widerstände darstellen. Sollten die US-Börsen in dieser Woche überraschenderweise noch zur Schwäche neigen, dann sehen wir umso bessere Einstiegschancen und Marktteilnehmer sollten sich trauen zuzukaufen.
 

Bund-Future

Der Bund-Future fällig März 2022 notiert aktuell bei 174,57 %-Punkten und konnte somit seinen seit Wochen bestehenden Aufwärtstrend fortsetzen. Am europäischen Rentenmarkt dominierte am Freitag das Kaufinteresse. Vor allem italienische Staatsanleihen profitierten von einer höheren Bonitätseinstufung durch Fitch. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe notiert bei -0,39 % und somit auf einem 3-Monats-Tief. Solange es keine Entspannung bei den Corona-Zahlen gibt, wird die Flucht in sichere Häfen anhalten. Ein Anstieg des Bund-Futures bis an das Tief vom 31. August bei 175,45 %-Punkten im Generic-Chart halten wir für denkbar.
 

Einschätzung

Je nach Nachrichtenlage zum Corona-Virus werden sich die Aktien- wie auch Rentenmärkte bewegen. Wir können uns aktuell keine neue Jahresendrallye vorstellen. Vielmehr rechnen wir mit einer Fortsetzung der Schaukelbörse.

Stand: 06.12.2021

 


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