DAX

Die deutschen Standardwerte verzeichneten in der letzten Handelswoche einen moderaten Rückgang um 0,7 %. Auffallend ist, dass die Hoch-Tief-Spannen in der letzten Woche geringer ausfielen als in den Wochen davor. Dies deutet auf eine zumindest temporäre Beruhigung des Marktgeschehens hin. Charttechnisch bleibt es bei den Widerständen im Bereich um 14.500 Punkten auf der Oberseite und 14.110 und 13.975 Punkten auf der Unterseite. Ein Sprung über den Widerstandsbereich bei 14.500 Punkten würde zunächst ein Potenzial bis in den Bereich um 14.800 Punkten freisetzen. Erst Notierungen über der Marke von 14.800 Punkten würden die Beendigung des übergeordneten Abwärtstrends bedeuten. Auf der Unterseite sollte die Marke von rund 14.000 Punkten nach Möglichkeit nicht mehr verletzt werden. Die technischen Indikatoren sind in der Summe der neutral zu bewerten.
 

Euro Stoxx 50

Der Euro Stoxx 50 ging am Freitag mit einem Punktestand von 3.868 Punkten aus dem Handel und gab auf Wochensicht 0,89 % ab. Damit scheint zumindest kurzfristig die Aufwärtsbewegung seit dem Tief vom 07. März zum Stillstand gekommen zu sein. Bereits in der letzten Woche bewegte sich der Euro Stoxx 50 Index mehr oder weniger seitwärts. Auffallend dabei ist die geringe Dynamik, gut abzulesen am DMI Indikator. Der erneute Lockdown einer Millionen-Metropole in China führt zu zunehmenden Sorgen um die globalen Lieferketten. Die Aktienmärkte in Asien tendierten heute Nacht mehrheitlich im negativen Bereich und belasten die Börsen weltweit. Nichtsdestotrotz starten die europäischen Standardwerte mit einem leichten Plus. Gesucht sind vor allem die Bereiche Gesundheit, Rohstoffe und Industriewerte. Charttechnik ist vor dem Hintergrund des Kriegs in der Ukraine nur wenig aussagekräftig. Die bei 3.913 Punkten verlaufende 38-Tage-Linie stellt einen Widerstand dar, welchen es zu überwinden gilt, damit der Index schnell in Richtung der 4.000er Marke steigen kann. Kurse unter 3.845 Punkte würden wir negativ interpretieren.
 

Dow Jones Industrial

Der Dow Jones gewann in der vergangenen Woche 0,3 %. Er schloss bei 34.861 Punkten. Auch in der letzten Woche belastete die unsichere geopolitische Lage. Damit setzte sich die Hängepartie unter der Marke von 35.000 Punkten fort. Vor allem der starke Anstieg bei den Renditen am US-Anleihenmarkt verhinderte größere Kurssprünge. Obwohl in Brüssel die Weichen für ein Gesetz über digitale Märkte, das Unternehmen wie Facebook und Google eindämmen und für faireren Wettbewerb sorgen soll, verabschiedet wurde, konnten die entsprechenden Werte dennoch zulegen. Weiter aufwärts ging es mit Werten aus dem Energiesektor. Die Charttechnik ist aktuell nicht von Belang. Dennoch wollen wir kurz darauf eingehen. Aktuell ist der Weg über die vorgenannte Marke von 35.000 Punkten durch die eng beieinander liegenden 90- und 200-Tage-Linien bei 34.993/34.977 Punkten gedeckelt. Nach den Meldungen aus China über den Lockdown in Shanghai dürfte die Wall Street ebenfalls belastet werden. Die Futures signalisieren einen niedrigeren Wochenstart.
 

Bund-Future

Der Bund-Future notiert aktuell bei 158,32 %-Punkten. Im Wochenvergleich ist somit ein Rückgang von 307 Ticks zu verzeichnen. Der Fall unter die Marke von 160 Punkten bedeutet, dass das Rentenbarometer erstmals seit über drei Jahren wieder im Bereich positiver Renditen angekommen ist. Vermutlich besitzt die Marke von 160 Punkten eine hohe Anziehungskraft. Somit könnte die Abwärtsbewegung zumindest kurzfristig gestoppt sein und in eine Seitwärtsbewegung übergehen. Auch temporäre Anstiege des Bund-Futures als Gegenreaktion auf den Kursverfall sind denkbar.
 

Einschätzung

Der Verlauf des Ukraine-Krieges bleibt unberechenbar. Wir bleiben zunächst defensiv positioniert mit einem Fokus auf Qualitäts- sowie Valueaktien. An schwachen Tagen können Investoren mit einem entsprechenden Risikoprofil Positionen aufbauen.
 

Stand: 28.03.2022

 


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