Marktkommentar – KW4

Marktkommentar – KW4

Technische Aktien- und Rentenmarktaussichten

Fürst Fugger Privatbank – 17.01. – 21.01.2022

Die Verkaufswelle an den globalen Aktienmärkten setzte sich auch in der vergangenen Woche fort. Während die Sorgen im Zusammenhang mit der Omikron-Variante allmählich abebben, sind die Anleger wegen anderer Faktoren auf der Verkaufsseite. Zum einen die Angst, dass die US-Notenbank wegen der konstant hohen Inflation ihren geldpolitischen Kurs schneller ändern könnte, als erwartet. Zum anderen bereitet die sich immer mehr zuspitzende Krise um die Ukraine Sorgen. Und nicht zuletzt hat die Quartalsberichtssaison dies- und jenseits des Atlantiks begonnen. In dieser Gemengelage verlor der DAX 485 Punkte oder 3,04 %. In der heutigen Eröffnung startet der DAX erneut mit Verlusten. Gegenbewegungen halten wir für möglich, welche aktuell bis 15.630 Punkte (Tief vom 19.01.) gehen könnten. Auf der Unterseite sollte der DAX nicht unter 15.596 Punkte fallen. Ansonsten drohen schnell weitere Abgaben bis 15.240 Punkten.

DAX

Der Euro Stoxx 50 ging am Freitag mit einem Punktestand von 4.229 Punkten aus dem Handel und gab auf Wochensicht -1,01 % nach. Auf Sektorenebene gaben in der vergangenen Woche nahezu alle Sektoren nach. Der europäische Automobil- sowie der Bankensektor gaben mit jeweils knapp -4 % am stärksten nach, sodass sie ihre solide Wertentwicklung seit Jahresanfang nicht fortsetzen konnten. Charttechnisch betrachtet, schloss der Euro Stoxx 50 die Woche innerhalb der 50- und 100-Tage-Linie. Die 100-Tage-Linie konnte trotz einer hohen Intraday-Volatilität gehalten werden, aber ein Ausbruch darunter ist wahrscheinlich, da das RSI mit einem Wert von 45 noch Spielraum bis in den überverkauften Bereich lässt und der Momentum-Indikator seit Jahresanfang konstant nachlässt. Wie bereits vergangene Woche erwähnt, bietet bei ca. 4.150 Punkten die 200-Tage-Linie sowie das untere Bollinger-Band eine technisch starke Unterstützung, die den Euro Stoxx 50 im Abverkauf stabilisieren sollte. Sollte der Euro Stoxx 50 die 200-Tage-Linie auf die Probe stellen, bietet der überverkaufte Zustand eine Chance für eine dynamische Umkehr, wie es bereits im September, November und Dezember letzten Jahres häufiger der Fall war. Fundamental betrachtet, wird die Fed-Sitzung am Mittwoch ein wichtiges Ereignis darstellen, da Anhaltspunkte über die weitere Ausgestaltung der geldpolitischen Straffungsmaßnahmen erwartet werden. Des Weiteren ist insbesondere in den USA die Gewinnsaison im vollen Gange (z. B. Microsoft, Tesla und Apple). In Deutschland berichten diese Woche Sartorius, SAP und die Deutsche Bank über ihre Quartalsergebnisse.

 

Euro Stoxx 50

Der Euro Stoxx 50 ging am Freitag mit einem Punktestand von 4.229 Punkten aus dem Handel und gab auf Wochensicht -1,01 % nach. Auf Sektorenebene gaben in der vergangenen Woche nahezu alle Sektoren nach. Der europäische Automobil- sowie der Bankensektor gaben mit jeweils knapp -4 % am stärksten nach, sodass sie ihre solide Wertentwicklung seit Jahresanfang nicht fortsetzen konnten. Charttechnisch betrachtet, schloss der Euro Stoxx 50 die Woche innerhalb der 50- und 100-Tage-Linie. Die 100-Tage-Linie konnte trotz einer hohen Intraday-Volatilität gehalten werden, aber ein Ausbruch darunter ist wahrscheinlich, da das RSI mit einem Wert von 45 noch Spielraum bis in den überverkauften Bereich lässt und der Momentum-Indikator seit Jahresanfang konstant nachlässt. Wie bereits vergangene Woche erwähnt, bietet bei ca. 4.150 Punkten die 200-Tage-Linie sowie das untere Bollinger-Band eine technisch starke Unterstützung, die den Euro Stoxx 50 im Abverkauf stabilisieren sollte. Sollte der Euro Stoxx 50 die 200-Tage-Linie auf die Probe stellen, bietet der überverkaufte Zustand eine Chance für eine dynamische Umkehr, wie es bereits im September, November und Dezember letzten Jahres häufiger der Fall war. Fundamental betrachtet, wird die Fed-Sitzung am Mittwoch ein wichtiges Ereignis darstellen, da Anhaltspunkte über die weitere Ausgestaltung der geldpolitischen Straffungsmaßnahmen erwartet werden. Des Weiteren ist insbesondere in den USA die Gewinnsaison im vollen Gange (z. B. Microsoft, Tesla und Apple). In Deutschland berichten diese Woche Sartorius, SAP und die Deutsche Bank über ihre Quartalsergebnisse.

 

Dow Jones Industrial

Der Dow Jones kam in der vergangenen Woche richtig unter Druck und verlor satte 4,6 %. Er schloss bei 34.265 Punkten. Die aktuelle Berichtssaison wird zum Verkauf genutzt. Am schwächsten entwickelten sich die Sektoren zyklischer Konsum (-8,5 %), Telekommunikationsdienstleistungen (-7,1 %) und Technologie (-6,9 %). Auch Finanzwerte kamen stark unter Druck. Deutet die Schwäche eventuell darauf hin, dass die Zinserhöhungsphantasie übertrieben ist? Aufgrund des schwachen Handelsverlaufs der Vorwoche rutschte der Dow Jones unter die 200-Tage-Linie (aktuell bei 35.007 Punkten). Eine rasche Rückeroberung wäre dringend nötig, um mittelfristig optimistisch für die US-Märkte bleiben zu können. Aus kurzfristiger Sicht sind die US-Börsen nach dem Kursrutsch in überverkauftem Terrain, so dass in dieser Woche eine Gegenreaktion wahrscheinlich ist. Erst dann wird man erkennen können, ob Erholungsversuche zum Verkauf genutzt werden und deshalb kein wirkliches Potenzial entwickeln können. Wir erwarten also, dass die US-Börsen einen weiteren Rallyeversuch noch im Januar unternehmen werden. Unser aktuelles Worst-Case-Szenario ist ein Test des Bereichs bei 33.000 Punkten. Sollte der Dow Jones wirklich auf dieses Level durchrutschen, was aufgrund des nach wie vor nur moderaten Volatilitätsniveaus in einer Art Übertreibung nicht ausgeschlossen werden kann, dann würde dies aus unserer Sicht das Aufwärtspotenzial zunächst im Bereich von 35.000 Punkten limitieren.

 

Bund-Future

Der Bund-Future notiert aktuell bei 170,49 %-Punkten. Die Schwäche am Aktienmarkt sorgte dafür, dass die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe zum Wochenschluss erneut im negativen Bereich verharrte. Vor der am Mittwoch stattfindenden Sitzung der US-Notenbank erwarten wir keine größeren Ausschläge in die eine oder andere Richtung. Neben der Geldpolitik kommt der Ukraine-Krise große Bedeutung für die weitere Entwicklung am Rentenmarkt zu. Wir rechnen mit in der Tendenz steigenden Renditen bei Bundesanleihen.

 

Einschätzung

Mit unserer letztwöchigen Einschätzung, eine defensivere Positionierung an den Aktienmärkten lagen wir zwar richtig, jedoch hat uns das Ausmaß der Verluste an den Börsen doch überrascht. Die nächsten Tage sehen wir nur geringes Erholungspotential, vor allem wegen der Fed-Sitzung und des Ukraine-Konflikts. Erst wenn hier Klarheit besteht, kann es an den Aktienmärkten wieder zu steigenden Kursen kommen.

Stand: 24.01.2022

 


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2022-01-24T16:41:44+02:00