Marktkommentar – KW13

Marktkommentar – KW13

Technische Aktien- und Rentenmarktaussichten

Fürst Fugger Privatbank – März 2019

Die vergangene Woche hat erneut für Verunsicherung gesorgt. Wohin geht in dieser Woche die Reise? Lesen Sie die Einschätzung unserer Kapitalmarktexperten.


DAX
Die jüngsten Verlautbarungen der amerikanischen Notenbank Fed sowie enttäuschende Konjunkturdaten sorgten für Verunsicherung unter den Anlegern und letztlich deutliche Verluste beim DAX. Der deutsche Standardwerteindex gab in der letzten Woche 2,75 % nach. Dabei startete der DAX noch sehr freundlich in die letzte Woche und erreichte mit 11.823 Punkten ein neues Zwischenhoch, obwohl die technischen Indikatoren unverändert negativ waren. Das Ausbruchsniveau konnte entsprechend nicht gehalten werden und mit dem Abwärtsschub am Freitag wurden die Verkaufssignale der Indikatoren bestätigt. Zudem haben die Umsätze angezogen was darauf hindeutet, dass sich der neue Abwärtstrend ausweiten könnte, zumal die wichtigen Unterstützungen im Bereich um 11.400 Punkten mittlerweile unterschritten wurden. Ein Test der 11.000er-Marke könnte in den kommenden Tagen erfolgen.
 
Euro Stoxx 50
Der Euro Stoxx 50 notiert derzeit bei 3.286 Punkten und damit 100 Punkte niedriger als in der Vorwoche. Bis zum Dienstag war die Welt für die Anleger noch in Ordnung, nachdem der Index mit 3.409 Punkten ein neues Zwischenhoch erlangte. Damit haben sich die negativen Verkaufssignale der technischen Indikatoren letztendlich durchgesetzt. Wie von uns in unserer letzten Analyse erwartet, konnte der Index sein Aufwärtspotential bis zum 38,2 %-Fibonacci-Retracement bei aktuell 3.434 Punkten ausreizen. Im Zuge der Abwärtsbewegung wurde bereits der steile Aufwärtstrend seit dem Tief aus dem Dezember bei aktuell 3.357 Punkten verletzt. Die nächste massivere Unterstützung ist die 200-Tage-Linie bei 3.277 Punkten. Sollte diese unterschritten werden, drohen weitere Abgaben bis in den Bereich 3.262 zu 3.234 Punkten. Erst unterhalb von 3.168 Punkten trübt sich das Chartbild massiv ein.
 
Dow Jones Industrial
Der Dow Jones konsolidierte in der vergangenen Woche und verlor 1,3 %. Er schloss bei 25.502 Punkten. Die anderen marktbreiten Indizes waren zwar auch in negativem Terrain, allerdings hielten sich Nasdaq Composite (-0,6 %) und S&P 500 (-0,8 %) noch relativ gut, während kleinere Unternehmen sehr unter Druck gerieten (Russell 2000 -3,1 %). Am Donnerstag hatte der S&P 500 noch ein neues Jahreshoch erzielt, nachdem die US-Notenbank eine zukünftig lockere Zinspolitik andeutete. Dies schmeckte den Finanztiteln überhaupt nicht, der Bankensektor war mit der schwächste Sektor (-4,9 %) in der letzten Woche. Wir gehen davon aus, dass wir auch in der aktuellen Börsenwoche eher mit schwachen Kursen rechnen müssen und sich die Konsolidierung in der Summe fortsetzen wird; die US-Indizes wirken technisch etwas überhitzt. Auch war die Entwicklung am Freitag nicht schlecht genug, um auf eine nachhaltige Trendwende zu setzen. Aus unserer Sicht sollte eine Gegenbewegung aktuell genutzt werden, um sich defensiver auszurichten. Das Erreichen des Verlaufshochs bei 26.278 Punkten bzw. 26.241 Punkten halten wir aktuell, ohne weitere Konsolidierung, für wenig wahrscheinlich. Die nächste wichtige Unterstützung ist die 200-Tage-Linie (derzeit bei 25.180 Punkten), ihr kommt aus mittelfristiger Sicht eine wichtige Rolle zu. Erst ein nachhaltiges Unterschreiten dieser Linie würde die Börsenampeln auf Rot springen lassen.
 
Bund Future
Der Bund-Future notiert aktuell bei 165,45 Punkten. Damit profitierte das Rentenbarometer von teilweise schlechten Konjunkturdaten, die in der Vorwoche veröffentlicht worden sind. Hierbei handelte es sich beispielsweise um enttäuschende Einkaufsmanagerindizes in Deutschland und Frankreich. Die charttechnische Situation hat sich dadurch verbessert. Unterstützungen befinden sich bei 164,93 und 164,74 Punkten. Widerstände lokalisieren wir bei 166,03 und 166,28 Punkten.

 

Einschätzung
Die Fed und schlechte Konjunkturdaten haben die Anleger aufgeschreckt und zu Verkäufen veranlasst. Solange die genannten Chartmarken nicht unterschritten werden, dürfte der Aufwärtstrend noch intakt sein. Insgesamt scheinen die Märkte anfällig für Korrekturen zu sein. Wir bitten dies bei Anlageentscheidungen zu bedenken.
Stand: 18. März 2019
 

Rechtliche Hinweise

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2019-07-25T15:59:25+02:00