Marktkommentar – KW21

Marktkommentar – KW21

Technische Aktien- und Rentenmarktaussichten

Fürst Fugger Privatbank – 20. – 24. Mai 2019

Nach dem kräftigen Rutsch in der Vorwoche, konnten sich die internationalen Märkte in der vergangenen Woche wieder etwas erholen und einen Teil der Verluste ausgleichen.


DAX
Der DAX schloss die letzte Handelswoche bei 12.239 Punkten und damit 1,49 % % höher als die Woche davor. Nach dem kräftigen Rutsch in der Vorwoche, konnten sich die internationalen Märkte in der vergangenen Woche wieder etwas erholen und einen Teil der Verluste ausgleichen. Zum Wochenschluss ging allerdings die Puste wieder aus. Der DAX hat im Zuge des Kursrückgangs die seit Anfang des Jahres bestehende Aufwärtstrendlinie getestet und konnte dabei die Unterstützung im Bereich von 12.000 Punkten halten. Da der MACD-Indikator kurz davor steht das Kaufsignal zu bestätigen, besteht eine gute Chance auf ein Weiterlaufen in den Bereich des nächsten Widerstands bei ca. 12.500 Punkten. Davor gilt es die Widerstände bei 12.250 Punkten sowie 12.330 Punkten (61,8 % Fibonacci-Retracement) zu überwinden. Der jüngste Rückgang ist, ähnlich wie im Februar und im März, als Bereinigung des Marktes zu verstehen. Unterstützungen finden sich bei 11.938 Punkten (50,0 %-Fibonacci-Retracement) sowie 11.838 Punkten (Aufwärtstrend seit Jahresanfang). Ein Bruch der letztgenannten Marke würde das Chartbild nachhaltig eintrüben.
 
Euro Stoxx 50
Der Euro Stoxx 50 notiert derzeit bei 3.414 Punkten und liegt somit im Vergleich zur vorherigen Woche ca. 2% höher. Eine Erholung scheint sich technisch anzudeuten, jedoch muss erstmal die 38-Tage-Linie eindeutig durchkreuzt werden sowie das 38,2% Fibonacci-Retracement bei 3.432 überwunden werden. Darüber könnte der Index dann bis zur nächsten Wiederstandlinie bei dem 61,8 % Fibonacci-Retracement bei 3.538 Punkten steigen. Wird die 3.432 Punkte Marke unterschritten, könnte sich eine Korrektur bis auf 3.273 Punkte ausdehnen, wenn die Widerstandslinie bei dem 23,6 % Fibonacci-Retracement bei 3.369 Punkten durchbrochen wird. Aus fundamentaler Perspektive stehen in dieser Woche die Wahlen zum Europäischen Parlament im Fokus sowie die vermeintliche Deeskalation im Handelsstreit zwischen der USA und EU.
 
Dow Jones Industrial
Der Dow Jones korrigierte in der vergangenen Woche um 0,7%. Er schloss bei 25.764 Punkten. Die Wochentiefstkurse wurden bereits am Montag mit einem größeren Gap nach unten eröffnet, das den Vorteil hatte, dass bei dieser Gelegenheit gleich die 200-Tage-Linie gerissen wurde. Im Tief notierte der Dow Jones bei 25.223 Punkten. Positiv entwickelten sich Versorger, Immobilienaktien und nichtzyklischer Konsum. Der Sprung unter die 200-Tage-Linie führte jedoch seitens der Marktteilnehmer zu größerem Absicherungsdruck, was in Verbindung mit einer aus kurzfristiger Sicht überverkauften technischen Indikation zu einer Gegenbewegung führte. Wir sehen die Gegenbewegung nach oben noch nicht als beendet an, aber wir raten zur Vorsicht, diese Gegenbewegung spielen zu wollen. Die großen Marktteilnehmer scheinen derzeit nicht sonderlich an einem steigenden Aktienmarkt interessiert zu sein. Wir halten ein Erreichen des Bereichs von 26.250 Punkten in dieser Woche für realistisch. Wir rechnen nicht nur mit einem Unterschreiten der 200-Tage-Linie (derzeit bei 25.428 Punkten), sondern sehen weiteren Korrekturbedarf. Aus mittelfristiger Sicht sehen wir aktuell nur wenig Potenzial, vielmehr halten wir es für ratsam, eine Erholung zu nutzen, um sich noch defensiver zu positionieren.
 
Bund Future
Der Bund-Future notiert aktuell bei 166,88 Punkten. Damit hält sich das Rentenbarometer auf einem hohen Niveau. Die charttechnischen Indikatoren sind in der Summe weiterhin konstruktiv zu werten. Zudem sind derzeitige politische Unsicherheiten wie der Handelskonflikt und Irankonflikt sowie möglicherweise die bevorstehenden EU-Wahlen unterstützende Faktoren für das Rentenbarometer. Die nächsten Unterstützungen befinden sich bei 166,75 und 166,54 sowie bei 166,00 Punkten. Widerstände lokalisieren wir bei 167,43, 168,12 und 168,42 Punkten.

 

Einschätzung
US-Präsident Donald Trump beeinflusst die Märkte mit seinen Äußerungen spürbar. Kurzfristig gehen wir von einer erhöhten Volatilität aus, bis klar ist, wie die Handelskonflikte zwischen den USA und China bzw. Europa gelöst werden. Dies ist bei Anlageentscheidungen zu berücksichtigen.
Stand: 20. Mai 2019
 

Rechtliche Hinweise

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2019-07-25T15:59:16+02:00