Marktkommentar – KW24

Marktkommentar – KW24

Technische Aktien- und Rentenmarktaussichten

Fürst Fugger Privatbank – 11. – 14. Juni 2019

Der Dax hat sich in der vergangenen Woche eine neue Chance eröffnet, den seit Anfang Mai bestehenden Abwärtstrend zu brechen und die alte Aufwärtstrendlinie seit Jahresanfang zurückzuerobern (aktuell bei 12.230 Punkten).


DAX
Der DAX schloss die letzte Handelswoche bei 12.045 Punkten und damit 2,70 % höher als die Woche davor. Der Dax hat sich in der vergangenen Woche eine neue Chance eröffnet, den seit Anfang Mai bestehenden Abwärtstrend zu brechen und die alte Aufwärtstrendlinie seit Jahresanfang zurückzuerobern (aktuell bei 12.230 Punkten). Auch wenn die Umsätze derzeit noch nicht mit der Kursentwicklung mithalten können, hat sich die Indikatorenlage wieder verbessert. Der MACD-Indikator steht kurz davor, das Kaufsignal des Stochastik-Indikators zu bestätigen. Sollte dies der Fall sein, dürfte der aktuelle Ausbruch über den Widerstandsbereich um 12.125 Punkten nachhaltig sein. Sollte zudem der oben genannte Aufwärtstrend zurückerobert werden, sind Notierungen im Bereich des Hochs von Anfang Mai schnell wieder zu erzielen. Auf der Unterseite dient die 50-Tage-Linie bei aktuell 12.040 Punkten als erste Unterstützung, gefolgt von 11.985, 11.880 sowie 11.850 Punkten.
 
Euro Stoxx 50
Der Euro Stoxx 50 notiert derzeit bei 3.400 Punkten und liegt somit im Vergleich zur vorherigen Woche ca. 4,3 % höher. US-Präsident Donald Trump entschloss sich kurzerhand die Zölle auf mexikanische Importe doch nicht um 5 % zu erhöhen, nachdem Mexico versichert hat, die Grenzkontrollen zu verschärfen. Dies wirkt sich ebenfalls positiv auf das geplanten Handelsabkommens zwischen den USA, Mexiko und Kanada aus, was auch an den europäischen Märkten begrüßt wurde. Aus technischer Perspektive wurde mit dem Anstieg auf 3.400 Punkte die 200- und 90-Tage-Linie nach oben gekreuzt sowie die Unterschreitung der Nackenlinie aus der Schulter-Kopf-Schulter-Formation revidiert, was auf ein positives Momentum hindeuten könnte. Kurzfristige Widerstandslinien resultieren aus der 50-Tage-Linie bei 3.410 Punkten so wie das 38,2 % Fibonacci-Retracement bei 3.432 Punkten. Bei einem nachhaltigen Durchbruch dieser Widerstandslinien kann von einem positiven Aufwärtstrend ausgegangen werden. Im Falle eines Abprallens an den Widerstandslinien bietet das 23,8 % Fibonacci-Retracement bei 3.367 Punkten eine Unterstützung an.
 
Dow Jones Industrial
Der Dow Jones legte in der vergangenen Woche um 4,7 % zu. Er schloss bei 25.984 Punkten. Trotz des dynamischen Anstiegs in diesem Jahr, war die vergangene Woche die beste im bisherigen Jahresverlauf für den Dow Jones. Der Dow Jones konnte damit nicht nur die 200-Tage-Linie (aktuell bei 25.429 Punkten) sondern auch die 50-Tage-Linie (aktuell bei 26.004 Punkten überwinden. Erst das Verlaufshoch vom 25. Februar bei 26.241 Punkten bremste die Aufwärtsdynamik. Zu Wochenauftakt am Montag erreichte der Dow Jones ein Intraday-Hoch bei 26.211 Punkten, ehe er bei 26.063 Punkten (+0,3 %) schloss. Nach diesem dynamischen Anstieg an 5 Tagen in Folge wäre eine Konsolidierung nicht nur wünschenswert, sondern auch wahrscheinlich. Eine so tiefe Konsolidierung bis zur 200-Tage-Linie (aktuell bei 25.429 Punkten) sehen wir aktuell jedoch nicht, sondern gehen davon aus, dass der Dow Jones aus mittelfristiger Sicht noch Luft nach oben hat. Wir gehen vom Erreichen neuer Jahreshochs im Dow Jones aus, das aktuelle Jahreshoch liegt bei 26.696 Punkten. Wir haben unser Szenario etwas abgeändert und sehen erst im Herbst wieder schwierigeres Terrain auf die US-Börsen zukommen. Letztendlich könnte der Dow Jones – aus der nötigen Distanz betrachtet – dabei sein, eine Topformation zu vollenden. Zuvor sehen wir jedoch noch gute Chancen auf zunächst steigende Kurse.
 
Bund Future
Der Bund Future notiert aktuell bei 171,18 Punkten im September-Kontrakt. Damit konnte das Rentenbarometer weiter zulegen. Ausgelöst durch die Debatte über die Einführung von Zöllen zwischen den USA und ihren wichtigsten Handelspartnern zeigen sich zuletzt deutlich Bremsspuren bei den Konjunkturdaten. Dies hat zugleich dazu geführt, dass über Zinssenkungen sowohl der US-Notenbank wie auch der EZB spekuliert wird. Als Folge davon notieren die 10-jährigen US-Treasuries bei 2,15 % und die entsprechende Bundesanleihe bei minus 0,22 %. Nach dem Kontrakthoch von 171,80 kam es zu leichten Korrekturen. Der kurzfristige Aufwärtstrend ist aber intakt und die Unterstützungslinie verläuft heute bei 170,59. Zuvor sind Haltemarken im Bereich 170,61/71 zu finden.

 

Einschätzung
Auch wenn derzeit die Zinssenkungshoffnung an den Aktienmärkten gespielt wird, bleiben wir tendenziell vorsichtig positioniert. Wir sehen gerade von konjunktureller Seite mehr Risiken als Chancen. Dies dürfte sich mittelfristig auf die Gewinnaussichten der Unternehmen auswirken und die Aufwärtsentwicklung an den Aktienmärkten bremsen.
Stand: 11. Juni 2019
 

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