Marktkommentar – KW44

Marktkommentar – KW44

Technische Aktien- und Rentenmarktaussichten

Fürst Fugger Privatbank – 26. Oktober – 30. Oktober 2020

Die Angst vor der zweiten Infektionswelle im Rahmen der weltweiten Corona-Pandemie lähmt die Aktienmärkte. Der Deutsche Aktienindex verlor in der vergangenen Handelswoche 263 Punkte oder 2,04 %. Der DAX schloss bei 12.646 Punkten. In der heutigen Eröffnung geht es an den europäischen Börsen deutlich Richtung Süden.


DAX

Die Angst vor der zweiten Infektionswelle im Rahmen der weltweiten Corona-Pandemie lähmt die Aktienmärkte. Der Deutsche Aktienindex verlor in der vergangenen Handelswoche 263 Punkte oder 2,04 %. Der DAX schloss bei 12.646 Punkten. In der heutigen Eröffnung geht es an den europäischen Börsen deutlich Richtung Süden. Neben den Neuinfektionsraten sind sicherlich die schlechten Zahlen von SAP der Grund dafür. Der DAX bleibt damit weiter in seiner Range 12.250 zu 13.314 Punkten gefangen. Nach dem Einbruch heute Morgen ist der Freitagsanstieg nur noch Schall und Rauch. Der DAX notiert aktuell auf dem Niveau des Septembertiefs bei 12.341 Punkten. Gelingt es nicht sich oberhalb der Marke zu positionieren dürfte sich der Abwärtsdruck nochmals verstärken. Unterstützungen finden sich bei 12.250 Punkten sowie bei 12.133 Punkten (200-Tage-Linie). Auf der Oberseite bedarf es eines deutlichen Anstiegs über die eng beieinanderliegenden 38/90-Tage-Linien bei 12.884 bzw. 12.809 Punkten.

 

Euro Stoxx 50

Der Euro Stoxx 50 ging am Freitag mit einem Punktestand von 3.198 Punkten aus dem Handel und erzielte auf Wochensicht einen Kursverlust von -1,45 %. Die zweite Woche in Folge prallte der Euro Stoxx 50 am neuralgischen Wendebereich bei der 50- und 100-Tage-Linie bei ca. 3.270 Punkten ab und schloss die Woche sogar unter der 200-Tage-Linie in seiner seit ca. sechs Wochen etablierten Stabilisierungszone bei ca. 3.200 Punkten ab. Der Euro gewann relativ zu dem US-Dollar an Stärke, wodurch sich die Konsolidierungsstimmung an den europäischen Aktienmärkten verstärkte. Aus technischer Perspektive signalisiert der Euro Stoxx 50 einen Abwärtstrend, der durch eine schwache Marktbreite untermauert wird, sowie durch den schwachen Handelsstart in die neue Woche. Wie in der vergangenen Woche deutet der Verlauf der Bollinger Bänder (hohes Bollinger Band liegt bei 3.300 Punkten und niedriges Bollinger Band bei 3.140 Punkte) darauf hin, dass kurzfristige Bewegungen nach unten wahrscheinlicher als nach oben sind. Ausschläge nach oben dürften daher spätestens im bekannten Wendebereich bei ca. 3.270 Punkten an Dynamik verlieren. Die nächste Unterstützungszone befindet sich bei 3.097 Punkten. Fundamental betrachtet, geht die Berichtssaison diese Woche in ihre Hochphase mit einer Reihe von relevanten Quartalsberichten wie z.B. SAP, Apple und Microsoft.

 

Dow Jones Industrial

Der Dow Jones konnte in der vergangenen Woche in US-Dollar um 0,54 % zulegen. Dennoch erwarten wir, dass die Konsolidierung noch nicht ausgestanden ist und die neue Börsenwoche turbulent bleiben könnte. Die heutigen Vorgaben sind bislang negativ zu werten. So könnte mittelfristig ein Test der 38-Tage-Linie bei 27.991 Punkten bevorstehen. Auf diesem Niveau erwarten wir zunächst eine Stabilisierung. Weitet sich die Korrektur aus, so befindet sich bei 27.335 Punkten in Form der 90-Tage-Linie die nächste Haltelinie. Mittelfristig hat die Aufwärtsbewegung nach einer Konsolidierungsphase durchaus noch Potenzial. Blickt man zurück auf Börsenphasen kurz vor und kurz nach US-Präsidentschaftswahlen, so fällt auf, dass diese nach dem eigentlichen Wahltermin oftmals zunächst schwächer tendieren, sich dann aber stabilisieren und in eine Aufwärtsdynamik umschwenken. Wird es diesmal auch so kommen?

 

Bund-Future

Der Bund Future notiert aktuell bei 175,52 Prozentpunkten. Nachdem der Bund Future in den letzten Tagen mehrfach beim Versuch den Bereich, um 176,30 Prozentpunkten zu überschreiten gescheitert war, erfolgte ein Test der Unterstützung bei 175,00 Prozentpunkten. Das Ringen um ein weiteres Fiskalpaket in den USA scheint den Bund-Future zu unterstützen, wie der leicht unter den Erwartungen gebliebene ifo-Geschäftsklimaindex. Widerstände finden sich bei 175,86 Prozentpunkten sowie 176,29/30 Prozentpunkten. Unterstützungen lassen sich bei 175,00 Prozentpunkten gefolgt von 174,60/79 Prozentpunkten.

 

Einschätzung

Die Unsicherheit über das weitere Ausmaß der Corona-Pandemie, die bevorstehenden US-Wahlen aber auch die never ending story Brexit dürften die Kapitalmärkte auch weiterhin belasten. Solange beim DAX die vorherrschende Seitwärtsrange nicht verlassen wird, bleiben wir neutral positioniert.


Rechtliche Hinweise

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2020-10-26T19:46:00+02:00