Marktkommentar – KW51

Marktkommentar – KW51

Technische Aktien- und Rentenmarktaussichten

Fürst Fugger Privatbank – 14. Dezember – 18. Dezember 2020

In der vergangenen Handelswoche verzeichnete der Deutsche Aktienindex ein Minus von 185 Punkten oder 1,4 %. Somit gelang es dem DAX bislang nicht, den Widerstand bei 13.460 Punkten zu überwinden. Das „große Bild“ bleibt daher unverändert: überwindet der DAX die Marke von 13.460 Punkten nachhaltig, so eröffnet sich im ersten Schritt Potenzial bis zum bisherigen Allzeithoch bei 13.795 Punkten. Darüber wäre der Weg nach oben aus charttechnischer Sicht frei.

DAX

In der vergangenen Handelswoche verzeichnete der Deutsche Aktienindex ein Minus von 185 Punkten oder 1,4 %. Somit gelang es dem DAX bislang nicht, den Widerstand bei 13.460 Punkten zu überwinden. Das „große Bild“ bleibt daher unverändert: überwindet der DAX die Marke von 13.460 Punkten nachhaltig, so eröffnet sich im ersten Schritt Potenzial bis zum bisherigen Allzeithoch bei 13.795 Punkten. Darüber wäre der Weg nach oben aus charttechnischer Sicht frei. Auf der Unterseite gilt es, den Unterstützungsbereich zwischen 12.850 und 13.000 Punkten nicht zu unterschreiten, da in diesem Falle ein Rückgang bis zur Marke von 12.500 Punkten zu erwarten wäre. Die technischen Indikatoren liefern in der Summe gemischte Signale. Auffällig ist jedoch der geringe Abstand der Bollinger Bänder. Dieses Phänomen führte in der Vergangenheit mittelfristig oftmals zu größeren Bewegungen.

Euro Stoxx 50

Der Euro Stoxx 50 ging am Freitag mit einem Punktestand von 3.485 Punkten aus dem Handel und erzielte auf Wochensicht einen Kursverlust von -1,53 %. Nach den hohen Kurszuwächsen im November konsolidiert der Euro Stoxx 50 weiterhin im oberen Bereich seiner einmonatigen Handelspanne. Die gegenwärtige Konstellation lässt sich sowohl negativ als auch positiv interpretieren. Für eine positive Interpretation spricht die hohe Stabilität und Bodenbildung in der Nähe der 3.500 Punktemarke, die nach schnellen Erholungsphasen nicht selbstverständlich ist und zu einer Abkühlung der überkauften Marktlage führt. Nichtsdestotrotz kann die Konsolidierungsphase auch als zögerliches Verhalten der Nachfrageseite interpretiert werden, die eine gewisse technische Fragilität suggeriert. Wie in der Vorwoche sehen wir nervöse Gewinnmitnahmen zum Jahresendspurt als größte Gefahr an. Insbesondere da ein Anstieg der Intraday-Volatilität zu erkennen ist. Im kurzfristigen Kursdiagramm bildet das obere Bollinger-Band bei ca. 3.550 Punkten einen Widerstand und das untere Bollinger-Band bildet bei 3.448 Punkten eine erste Unterstützungszone.

Dow Jones Industrial

Der Dow Jones konsolidierte in der vergangenen Woche um 0,6 %. Er konnte sich aber über der 30.000-er Marke halten und schloss bei 30.046 Punkten. Energie und Kommunikationsdienstleistungen waren die beiden Sektoren mit Kursgewinnen, alle anderen Sektoren erzielten Kursverluste. Wir sehen die US-Börsen auf dem aktuellen Stand nach wie vor als weitgehend ausgereizt an und halten das Aufwärtspotenzial aktuell für begrenzt. Aus unserer Sicht ähnelt die Situation momentan einem vor sich hin brodelnden Wasserkocher – die Wassertemperatur kann erst bei 85 Grad liegen, sie kann aber auch schon bei 95 Grad liegen. Man weiß aber, dass man sich leicht die Finger verbrennen kann. Eine Konsolidierung (die wir erwarten) sollte den Dow zunächst bis zum Verlaufshoch von Anfang September bei 29.200 Punkten führen. Wir halten es jedoch für wahrscheinlich, dass sie zumindest bis in den Bereich von 28.495 Punkten führen sollte, dort wurde Anfang November ein Gap eröffnet. Weitere Rallyeversuche, die bei dem aktuell robusten Momentum nicht ausgeschlossen werden können, sollten aus unserer Sicht genutzt werden, um Gewinne mitzunehmen und das Portfolio defensiver auszurichten. Wir erwarten uns im Marktverlauf der nächsten Wochen nähere Einsichten, ob es sich bei der Erholung seit Ende März lediglich um eine Bärenmarktrallye handelt.

Bund-Future

Der Bund-Future notiert aktuell bei 178,36 %-Punkten. Er konnte aus der bis dato vorherrschenden seitwärtsgerichteten Bandbreite zwischen 175 %-Punkten und 177 %-Punkten ausbrechen und sich mit tatkräftiger Hilfe der EZB-Entscheidung das Corona-Notkaufprogramm (PEPP) um 500 Milliarden Euro ausgeweitet am Freitag über 178 %-Punkten einpendeln. Sollten keine allzu großen Ereignisse eintreten, ist ein weiterer Rückgang der Bund-Renditen unter die -0,65 % Marke unwahrscheinlich.

Einschätzung

Die Saisonalität spricht eigentlich für tendenziell steigende Kurse. Der Wermutstropfen bleibt der aus unserer Sicht zu hohe Optimismus der Marktteilnehmer. Somit könnte die Jahresendrallye dieses Jahr ganz oder zumindest schwächer ausfallen als erwartet.

 

Rechtliche Hinweise

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2020-12-15T10:16:46+02:00