Marktkommentar – KW9

Marktkommentar – KW9

Technische Aktien- und Rentenmarktaussichten

Fürst Fugger Privatbank – Februar 2019

Für die Woche vom 25.2. – 01.3. “Der Anstieg an den internationalen Aktienmärkten seit Jahresanfang war enorm. Eine Konsolidierung wäre gesund und könnte mittelfristig die Basis für einen weiteren Anstieg schaffen.”


DAX
Der DAX konnte in der vergangenen Woche weiter zulegen. Insgesamt stand ein Wochenplus von 158 Punkten oder 1,4 % in den Büchern. Dennoch kann von einer nachhaltigen charttechnischen Entwarnung noch immer nicht gesprochen werden. Der Grund hierfür ist das massive Widerstandsbündel, das vor uns liegt. Hierbei handelt es sich zum einen um die 200-Tage-Linie, die derzeit bei 11.468 Punkten verläuft und damit kurzfristig zwar nach oben überwunden werden konnte, ob dieser Ausbruch jedoch nachhaltig ist, wird diese Woche zeigen. Zum anderen liegt bei 11.575 Punkten die aktuelle Abwärtstrendlinie vor uns sowie bei ca. 11.700 Punkten die Nackenlinie der im vergangenen Jahr vervollständigten Schulter-Kopf-Schulter-Formation. Erst oberhalb dieser Marken kann von einem nachhaltigen charttechnischen Befreiungsschlag gesprochen werden. Ob dieser im ersten Anlauf gelingt, darf bezweifelt werden. Ein „Luftholen“ wäre für die mittelfristige Entwicklung gut und würde auch die überkaufte Lage der technischen Indikatoren abbauen.
 
Euro Stoxx 50
Der Euro Stoxx 50 notiert derzeit bei 3.270 Punkten. Analog zum Deutschen Aktienindex konnten auch die europäischen Standardwerte in der vergangen Woche zulegen. Zumal gelang es, in den letzten Wochen eine Reihe von markanten Widerständen zu überwinden. So gelang der Sprung über die Hürden bei 3.191 sowie 3.228 Punkten. Allerdings muss sich auch hier zeigen, ob der Ausbruch nachhaltig ist, denn das charttechnische Widerstandsbündel im Bereich zwischen 3.245 und 3.274 Punkten ist noch nicht nachhaltig überwunden. Aufgrund der überkauften Situation könnte auch bei den europäischen Standardwerten kurzfristig ein Rücksetzer drohen. Auf der Unterseite würde indes ein Bruch des steilen Aufwärtstrends (aktuell bei 3.170 Punkten) die Erholung der letzten Wochen mit einem dicken Fragezeichen versehen.
 
Dow Jones Industrial
Möglicherweise weiter versöhnliche Zeichen im Handelsstreit zwischen den USA und China haben auch den US-Börsen weitere Unterstützung verliehen. Damit setzte der Dow-Jones-Index erneut schwungvoll seinen Ende des vergangenen Jahres gestarteten Aufwärtstrend fort und konnte in der vergangenen Woche auch die Marke von 26.000 Punkten überwinden. Seit seinem Tief bei 21.713 Punkten am 26. Dezember hat er nun etwas mehr als 20 % gut gemacht. Das technische Bild hat sich mit der leichten Entspannung im Handelsstreit spürbar verbessert. Von der Dauer und dem Anstieg der Aufwärtsbewegung wurden wir positiv überrascht. Wir gingen bis vor kurzem davon aus, dass die Aufwärtsbewegung beim Dow-Jones-Index spätestens an der 200-Tage-Linie (aktuell bei 25.040 Punkten) zum Stillstand gerät. Bereits zu Beginn der vorletzten Handelswoche wurde diese Marke mühelos überwunden. Analog zu den europäischen Aktienindizes zeigen eine Reihe von technischen Indikatoren auch bei den US-Indizes Überhitzungserscheinungen, so dass wir tatsächlich eher mit einer Konsolidierung rechnen, bevor der Markt weiter nach oben laufen kann. Eine wichtige Unterstützung stellt die 200-Tage-Linie dar.
 
Bund Future
Der Bund-Future notiert aktuell bei 166,36 Punkten. Damit konnte sich das Rentenbarometer auf dem hohen Niveau behaupten. Eine eventuell bevorstehende Konsolidierung an den Aktienmärkten könnte den Rentenmärkten weitere Unterstützung bieten. Die technischen Indikatoren sind konstruktiv zu werten. Unterstützungen befinden sich bei 165,87 sowie 165,56/63 Punkten. Einen Widerstand lokalisieren wir bei 166,73/83 Punkten.

 

Einschätzung
Der Anstieg an den internationalen Aktienmärkten seit Jahresanfang war enorm. Eine Konsolidierung wäre gesund und könnte mittelfristig die Basis für einen weiteren Anstieg schaffen.
Stand: 25. Februar 2019
 

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2019-07-25T15:59:25+02:00