Hausratgeber

Steigender CO2-Preis: Was bedeutet das für Nutzer einer Ölheizung?

Dr. Klein

Den Klimawandel zu stoppen ist eine der wichtigsten Aufgaben und größten Herausforderungen unserer Zeit. Deshalb soll mit dem Klimaschutzgesetz der Bundesregierung der Ausstoß von Treibhausgasen drastisch reduziert werden – unter anderem durch einen steigenden CO2-Preis. Was das für Verbraucher bedeutet und mit welchen Kosten Nutzer einer Ölheizung rechnen müssen, erklärt Redakteurin Franzi euch in diesem Artikel.

 

Was ist der CO2-Preis und warum brauchen wir ihn?

Berufliches Pendeln mit dem Auto, regelmäßige Inlandsflüge, die Heizung einfach etwas höherstellen, weil es so schön muckelig ist: Der persönliche Ausstoß von Kohlenstoffdioxid (CO2) ist so enorm, dass er verheerende Folgen für unsere Umwelt mit sich bringt. Er befeuert den Klimawandel nämlich erst richtig, oder wenn man sich eines schlechten Wortspiels bedienen möchte: Der tägliche CO2-Ausstoß macht dem Klimawandel Feuer unterm Hintern. Diese Grafik des Bundesamtes für Umweltnutzung und Wirtschaft zeigt ganz deutlich, dass vor allem die Erzeugung von Raumwärme enorme CO2-Emissionen verursacht.

Der Umstieg von fossilen Brenn- und Kraftstoffen auf erneuerbare Energien und Technologien ist daher unumgänglich und auch das übergeordnete Ziel, welches die Bundesregierung mit dem Preis für CO2 erreichen will. Fossile Energieträger wie Diesel, Benzin, Heizöl und Erdgas werden mit der sogenannten CO2-Steuer dabei so verteuert, dass sich die Kosten zukünftig stärker nach dem tatsächlichen Gehalt an CO2 ausrichten. Denn sind wir mal ganz ehrlich: Was hält die Menschen am meisten davon ab, sich nicht doch für jeden noch so kleinen Weg in ihr Auto zu setzen und eigentlich unnötiges CO2 zu produzieren? Richtig, Geld. Höhere Preise. Und schlussendlich weniger im eigenen Portemonnaie.
Der CO2-Preis ist also ein Mittel, um ein Umdenken in den Köpfen der Menschen einzuleiten. Sie soll die Bevölkerung zu einem bewussteren Umgang mit fossilen Brennstoffen und Energieträgern bewegen, um ihnen die Auswirkungen auf unsere Umwelt noch deutlicher zu machen.
Ebenso soll die Verteuerung von CO2 Anreize schaffen, auf klimafreundliche und moderne Technologien wie beispielsweise Umweltheizungen oder Elektroautos umzusteigen. Je mehr wir nämlich für Fahrten mit dem Auto, Flugtickets oder eine unbedachte Beheizung der Wohnung zahlen müssen, desto eher werden wir umdenken – dem Klima und unserem Geldbeutel zuliebe.

Ich habe eine Ölheizung. Welche Folgen hat die CO2-Preiserhöhung für mich?

Laut der Grundsatzeinigung von Bund und Ländern, steigt der CO2-Preis ab dem 1. Januar 2021 auf 25 Euro pro Tonne und soll bis zum Jahr 2025 schrittweise auf 55 Euro erhöht werden. Ab dem Jahr 2026 steigen die Kosten für eine Tonne CO2 dann abhängig von den jährlichen CO2-Emissionen in ganz Deutschland.
Da auch der Bereich Wärmeenergie eine große Rolle im Klimaschutzgesetz der Bundesregierung spielt, sind Nutzer von Heizungen mit fossilen Brennstoffen also ebenso von der Erhöhung der CO2-Steuer betroffen, wie Berufspendler und Vielflieger. Neben der Tatsache, dass Ölheizungen generell teurer als beispielsweise Gasheizungen sind, schlägt auch deren wesentlich schlechtere Klimabilanz schwer zu Buche. Weil Ölheizungen vor allem im ländlichen Raum stark verbreitet sind, hätte ein generelles Verbot dieser Wärmeerzeugung folgenschwere Auswirkungen für alle Nutzer und ist aus diesem Grund nicht umsetzbar. Laut der geltenden Energieeinsparverordnung müssen Ölheizungen mit einem Konstantkessel, der älter als 30 Jahre ist, allerdings komplett ausgestauscht werden.

CO2-Preis und Ölheizung: Beispielrechnung

Und für den Rest wird es durch die CO2-Preiserhöhung deutlich teurer: Das zeigt eine kleine Beispielrechnung, die auf den Heizverbrauchsdaten von circa 65.000 Mehrfamilienhäusern aus dem Jahr 2018 basiert. Nehmen wir eine Durchschnittswohnung von 71 Quadratmetern und beheizen diese mit Öl, müssen wir ab dem 1. Januar 2021 mit einem Preis von 25 Euro pro Tonne CO2 rechnen. Daraus ergeben sich Zusatzkosten von 60,71 Euro im Jahr. Wenn sich der CO2-Preis im Jahr 2025 dann auf 55 Euro pro Tonne CO2 erhöht hat, sind wir schon bei Zusatzkosten von 133,57 Euro. Wird diese 71 Quadratmeter große Durchschnittswohnung dagegen mit Gas beheizt, belaufen sich die Zusatzkosten auf 45,61 Euro (2021), beziehungsweise 100,34 Euro (2025).

Zusatzkosten ab 2021 Zusatzkosten ab 2025
Ölheizung 60,71 Euro 133,57 Euro
Gasheizung 45,61 Euro 100,34 Euro
Mehrkosten für eine 71-Quadratmeter-Wohnung durch den CO2-Preis

Fazit: Was kommt nach der CO2-Preiserhöhung?

Grundsätzlich werden also sowohl die Kosten für Öl-, als auch für Gasheizungen durch die CO2-Steuererhöhung steigen. Der Wechsel zu alternativen Energien ist über kurz oder lang also die logischste und schlussendlich auch beste Maßnahme für Nutzer einer Ölheizung. Anlagen wie Öl-Brennwertkessel, Öl-Brennwertkessel mit Solarthermie oder Pelletkessel sind geeignete Alternativen, um langfristig nicht nur der Umwelt, sondern auch euren Geldbeuteln etwas Gutes zu tun. Aber wie genau funktionieren diese Alternativen? Gibt es Hilfe beim Austausch? Und vor allem – wird der Wechsel von alt zu neu vom Staat gefördert? Das lest ihr in unserem nächsten Beitrag.
 


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