Finanzkanzlei gründet Stiftung

Finanzkanzlei gründet Stiftung

Finanzkanzlei Kinder- und Jugendstiftung

Südkurier

Die Finanzkanzlei am See gründet eine Stiftung, die mit ihren Erträgen und Spenden künftig Kindern, Jugendlichen und entsprechenden Einrichtungen unter die Arme greifen kann. Das Augenmerk der Stiftung soll sich insbesondere auf Einrichtungen und Empfänger im westlichen Bodenseeraum richten.

Die Finanzkanzlei am See gründet eine Stiftung, die mit ihren Erträgen und Spenden künftig Kindern, Jugendlichen und entsprechenden Einrichtungen unter die Arme greifen kann. „Den Anstoß dazu gaben mehrere unserer Kunden, die selbst keine Kinder und damit auch keine unmittelbaren Erben haben“, erklärt Achim Niess, Mitbegründer und einer der vier Geschäftsführer der Finanzkanzlei. Gerade deshalb sei diesen Kunden daran gelegen gewesen, mit ihrem Vermögen insbesondere Einrichtungen für Kinder und Jugendliche zu unterstützen und in Einzelfällen auch soziale Benachteiligungen auszugleichen. Das Augenmerk der Stiftung soll sich insbesondere auf Einrichtungen und Empfänger im westlichen Bodenseeraum richten. „Unser Fokus liegt auf dem Bodenseekreis und dem Kreis Konstanz, eventuell noch Richtung Sigmaringen“, präzisiert Niess.
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Stiftungszweck

Der Stiftungszweck wird gemäß der eingereichten Satzung „insbesondere verwirklicht durch die Förderung von Kindergärten und Schulen, von Erziehungsberatungsstellen, von Kinder- und Jugendheimen sowie damit vergleichbarer Einrichtungen, von sportlichen Übungen und Leistungen und die Bekämpfung des Drogenmissbrauchs“.
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100 000 Euro Gründungskapital

Der Genehmigungsantrag für die gemeinnützige „Finanzkanzlei Kinder- und Jugendstiftung“, wie die Stiftung heißen wird, liegt derzeit noch beim Regierungspräsidium Tübingen. Nicht nur das Gründungskapital  von 100 000 Euro liege schon bereit, wie Achim Niess betont. Darüber hinaus gebe es weiter vielversprechende Zusagen von vermögenden und interessierten Kunden, die die künftige Stiftung in ihrem Testament berücksichtigen wollten. „Da stehen schon über 5 Millionen Euro konkret im Raum“, macht Niess die beträchtlichen Dimensionen deutlich. Mit den Erträgen der Stiftung sollen unter anderem auch ganz individuelle soziale Härten abgefedert werden. „Wir werden dazu auch Formulare an Schulen verteilen“, erklärt Achim Niess. Damit könne dann zum Beispiel Unterstützung beantragt werden, wenn eine Familie sich einen Schullandheimaufenthalt nicht leisten könne. Die Geschäfte führen wird Achim Niess gemeinsam mit Stefan Keller von der Finanzkanzlei Südbaden und Benjamin Semet von der Lake Project AG. Für den Stiftungsrat, der über die Vergabe von Mitteln entscheiden wird, wollen die Initiatoren rund ein Dutzend angesehene Mitstreiter gewinnen. „Wir haben dafür schon zahlreiche Zusagen von honorigen Menschen, die sich zur Verfügung stellen wollen“, betont Niess: „Mit einigen Prominenten, die wir gerne mit im Boot hätten, sind wir noch im Gespräch. Doch trägt so ein Modell noch? Kann man mit Stiftungsvermögen in der derzeitigen Niedrigzinsphase überhaupt noch Erträge generieren? „Es ist nicht einfach, aber mit einem guten Vermögensmanagement funktioniert es schon“, ist Niess überzeugt und dafür erfahrene Köpfe in der Firma: „Da lassen sich schon zwischen 3 und 5 Prozent erzielen.“
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Südkurier Artikel

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2022-01-17T15:17:00+02:00