DAX

Trotz diverser Belastungsfaktoren konnte sich der DAX in der letzten Woche leicht stabilisieren und 44 Punkte oder 0,28 % zulegen. Zum Wochenschluss kam leichte Kaufbereitschaft auf, als erste Ergebnisse der Notenbanktagung in Jackson Hole bekannt wurden. Fed-Präsident Powell war sichtlich bemüht die Inflationsrisiken herunterzuspielen und die Angst vor einem schnellen Zinsanstieg einzudämmen. Scheinbar ist ihm dies gelungen, denn heute ging es an den asiatischen Börsen leicht nach oben. Vor allem an den chinesischen Börsen ging es nach oben, als Anleger bei den arg gebeutelten Technologiewerten zugriffen. Widerstände finden sich bei 15.933/15.966 Punkten gefolgt von 15.998/16.012 Punkten. Auf der Unterseite findet sich eine breite Unterstützung bei 15.702/15.675 Punkten. Sollte der DAX unter 15.622 rutschen wäre Platz bis maximal 15.555 Punkte.
 

Euro Stoxx 50

Der Euro Stoxx 50 ging am Freitag mit einem Punktestand von 4.190 Punkten aus dem Handel und legte auf Wochensicht 1,04 % zu. Auf Sektorenebene konnten sich die zyklischen Sektoren, die zwei Wochen zuvor die größten Einbußen verzeichneten, wieder erholen. Der Grundstoffsektor legte 3,10 % zu und der Tourismussektor 2,42 %. Defensive Sektoren wie Versorger (-2,28 %) sowie der Gesundheitssektor (-1,64 %) gaben wiederum nach. Charttechnisch betrachtet, bleibt der langfristige sowie der kurzfristige Aufwärtstrend in Takt, wobei er sich kurzfristig abschwächt. In einem Aufwärtsszenario sehen wir gute Chancen, dass das Zehn-Jahres-Hoch vom 13. August bei 4.242 Punkten wieder erreicht werden kann. In Anbetracht der traditionell schwächeren Sommerphase, zeigt sich der Euro Stoxx 50 relativ robust, obwohl das Handelsvolumen weiterhin rückläufig ist. Auf der Unterseite bilden die 50-Tage-Linie sowie das untere Bollinger-Band bei ca. 4.110 Punkten eine technisch solide Unterstützungszone. Im vorbörslichen Futures-Handel deutet sich nach dem versöhnlichen Wochenausklang ein leicht positiver Wochenstart an.
 

Dow Jones Industrial

Der Dow Jones legte in der vergangenen Woche um 1,0 % zu. Er schloss bei 35.456 Punkten und befindet sich somit nicht mehr weit weg von seinem Allzeithoch bei 35.629 Punkten. Die marktbreiten Indizes S&P 500 und Nasdaq Composite befinden sich bereits auf frischen Allzeithochs. Die US-Notenbank unterstützte die Börsen am Freitag mit der Aussage, wonach es noch zu früh sei, das Anleihen-Kaufprogramm zurückzufahren, bevor sich der Arbeitsmarkt noch nicht weiter erholt hat, dass aber wahrscheinlich noch vor Jahresende damit begonnen werde, die Geldpolitik jedoch trotzdem noch als sehr unterstützend angesehen werden kann. Dies führte am Freitag zu robusten Kursgewinnen auch bei Zyklikern, die bis dato nur unzureichend profitiert hatten. Wir rechnen in dieser Börsenwoche in Summe mit noch steigenden Kursen. Insofern gehen wir auch davon aus, dass wir im Dow Jones noch einmal das Allzeithoch bei 35.629 Punkten erreichen und auch überwinden können werden. Ein Vorstoßen bis in den Bereich von 35.700 Punkten erscheint uns gut möglich. Auf der Unterseite ist die 38-Tage-Linie (aktuell bei 35.061 Punkten) die nächste Unterstützung, gefolgt von der 50-Tage-Linie (aktuell bei 34.910 Punkten). Mit einem Test dieser Marken rechnen wir jedoch erst im September. Klar ist aber, dass die Rallye, die im Juli begann, weiter fortgeschritten ist und sich das Momentum im September abschwächen sollte und eine Konsolidierung wahrscheinlicher macht.
 

Bund-Future

Der Bund-Future notiert aktuell bei 175,97 %-Punkten. Der Rentenmarkt konnte sich zum Wochenausklang leicht stabilisieren, nachdem er zuvor wegen steigender Erzeugerpreise sowie der anhaltenden Tapering-Diskussion in den USA unter Druck geriet. Die Markttechnik ist somit unter Druck geraten. Die Indikatoren deuten auf anhaltenden Druck hin, zumal MACD und Stochastik unter ihrer Signallinie notieren. Die nächste Unterstützung liegt bei 175,34 %-Punkten.
 

Einschätzung

Die europäischen Aktienmärkte sind anhaltend orientierungslos. Während die amerikanischen Börsen weiter nach oben tendieren. Solange die bekannten Unsicherheitsfaktoren die Anleger beunruhigen, dürfte sich an der Situation wenig ändern.

Stand: 30.08.2021

 


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