Marktkommentar – KW8

Marktkommentar – KW8

Technische Aktien- und Rentenmarktaussichten

Fürst Fugger Privatbank – 21.02. – 25.02.2022

Die Achterbahnfahrt beim DAX nahm auch in der letzten Woche kein Ende. Ein zwischenzeitlich unternommener Anlauf den Abwärtstrend zu beenden, endete am Freitag schlagartig. Zu negativ waren die Meldungen zur Ukraine-Krise, als dass Anleger bereit gewesen wären, Positionen über das Wochenende zu halten. Der DAX verlor die letzte Woche 380 Punkte oder 2,48 %. Und die Achterbahnfahrt setzt sich auch zu Beginn der neuen Handelswoche fort. Meldungen, nachdem US-Präsident Biden sowie sein Pendant auf russischer Seite Putin sich zu einem persönlichen Krisengespräch treffen würden, lassen die Kurse in der heutigen Eröffnung leicht steigen.

DAX

Die Achterbahnfahrt beim DAX nahm auch in der letzten Woche kein Ende. Ein zwischenzeitlich unternommener Anlauf den Abwärtstrend zu beenden, endete am Freitag schlagartig. Zu negativ waren die Meldungen zur Ukraine-Krise, als dass Anleger bereit gewesen wären, Positionen über das Wochenende zu halten. Der DAX verlor die letzte Woche 380 Punkte oder 2,48 %. Und die Achterbahnfahrt setzt sich auch zu Beginn der neuen Handelswoche fort. Meldungen, nachdem US-Präsident Biden sowie sein Pendant auf russischer Seite Putin sich zu einem persönlichen Krisengespräch treffen würden, lassen die Kurse in der heutigen Eröffnung leicht steigen. In normalen Zeiten würden wir dem DAX eine technische Gegenbewegung bis in den Bereich 15.597/15675 Punkten (38-, 90- und 200-Tage-Linie) zubilligen. Allerdings haben wir ja nicht nur die Ukraine-Krise, sondern auch noch steigende Inflationszahlen und dementsprechende Reaktionen der Notenbanken als Belastungsfaktor. Daher würden wir dem DAX aktuell ein Aufwärtspotential bis zum Hoch vom 16.02 bei 15.543 Punkten zugestehen. Davor findet sich ein größerer Widerstand bei 15.317 Punkten. Auf der Unterseite sollte ein Rutsch unter die Marke von 15.000 Punkten vermieden werden. Kurse darunter würden das Tief vom 24.01. bei 14.953 Punkten ins Blickfeld rücken lassen. Weitere Abgaben bis 14.815 Punkten drohen für den Fall, dass die vorgenannte Marke nicht halten sollte. Kurse darunter würden wir als sehr negativ interpretieren. Dies könnte den DAX bis in die Regionen 13.700/13.800 Punkten fallen lassen.

 

Euro Stoxx 50

Der Euro Stoxx 50 ging am Freitag mit einem Punktestand von 4.155 Punkten aus dem Handel und legte auf Wochensicht 1,68 % zu. Aufgrund einer eindringlichen Warnung des US-Geheimdienstes, dass es zu einer Zuspitzung des Ukraine-Konflikts in naher Zukunft kommen könnte, kam es zu einen nachbörslichen Kursrutsch an den Aktienmärkten. Gold und Öl wiederum legten zu. Die aktuelle Börsenwoche wird primär durch Kriegssorgen und Zinsanhebungsdebatten geprägt sein, so dass technische Levels schnell an Bedeutung verlieren könnten. Die Erholungsbewegung über die 200-Tage-Linie in der Vorwoche wurde am Freitag unterbrochen, so dass der untere Rand bei 4.000 Punkten in einem Abwärtsszenario wieder in den Fokus rückt. Rückschläge darunter sind technisch kritisch, da sich diese Marke seit knapp einem Jahr als solide Umkehrzone etablierte. Geopolitische Risiken und die Sorge einer geldpolitischen Überreaktion im Kampf gegen die Inflation werden weiterhin für erhöhte Volatilität sorgen. Der europäische Volatilitätsindex VStoxx hat sich in den letzten Wochen bereits auf einem höheren Niveau eingependelt. In dieser Woche veröffentlichen aus dem Euro Stoxx 50 u. a. die Allianz, Airbus, Kering und Schneider Electric ihre Quartalsergebnisse.

 

Dow Jones Industrial

Der Dow Jones konsolidierte in der vergangenen Woche um 1,9 %. Er schloss bei 34.079 Punkten. Auch in der letzten Woche belastete die unsichere geopolitische Unsicherheit. Unter den Erwartungen liegende Quartalszahlen von Wachstumstiteln, wie Nvidia und Shopify, um nur die bekanntesten zu nennen, belasteten ebenfalls. Im Gegensatz zu den Vorwochen entwickelte sich letzte Woche der Energie-Sektor schwach. Er verlor 3,7 % an Wert. Zum Wochenstart deutet sich eine gewisse Entspannung in Punkto Geopolitik an. Der Dow Jones versucht nun im Bereich von 34.150 – 34.170 Punkten einen Boden zu finden. Dort verläuft das Verlaufshoch von April 2021, welches sich seitdem als wirksame Unterstützung erwiesen hat. Die kommende Woche hat noch das Potenzial für eine wacklige Kursentwicklung, sprich der einfachste und natürliche Weg für die Kursentwicklung ist ein Abgleiten auf das Verlaufshoch von März 2021 im Bereich von 33.000 Punkten. Marktteilnehmer sollten sich von diesem aus unserer Sicht Worst-Case-Szenario nicht nervös machen lassen, denn nach wie vor signalisiert uns die Marktcharakteristik, dass dieses wichtige Niveau, dessen Bruch für eine vollendete Topformation stehen würde, auch diesmal halten wird und wir einen positiven März an den US-Börsen sehen werden. In dieser Aufwärtsbewegung sollte auch die aus mittelfristiger Sicht so wichtige 200-Tage-Linie (aktuell bei 35.082 Punkten) zurückerobert werden. Eine Rückeroberung dieser Linie ist elementar, um weiterhin optimistisch für die US-Börsen bleiben zu können. Selbst wenn sich die US-Märkte in einem frühen Bärenmarkt befinden sollten, gehen wir davon aus, dass die Korrektur sehr weit fortgeschritten ist und sie US-Märkte nochmals eine investierbare Aufwärtsbewegung hinlegen, die durchaus zu frischen Allzeithochs führen kann.

 

Bund-Future

Der Bund-Future notiert aktuell bei 165,84 %-Punkten. Der Rückgang an den Aktienmärkten sorgte für eine vermehrte Nachfrage nach 10-jährigen Bundesanleihen. Auf der anderen Seite gerieten italienische Staatsanleihen weiter unter Druck. Der Einbruch an den europäischen Rentenmärkten lässt die Kreditkosten weiter ansteigen und droht allmählich gefährlich für Italien zu werden. Eine Reaktion der EZB halten wir für denkbar. Mittlerweile räumt die EZB zudem ein, dass im Laufe des Jahres mit einer Zinserhöhung zu rechnen ist. Technische Gegenbewegungen, wie aktuell zu sehen, sind einzukalkulieren, dies ändert allerdings nichts am intakten Abwärtstrend.

 

Einschätzung

Sollte es auf den letzten Drücker noch gelingen einen Krieg in der Ukraine zu verhindern, könnte es bei Aktien zu einer Gegenbewegung kommen. Wir bleiben daher investiert, mit einem Fokus auf Qualitäts- sowie Valueaktien.

 

Stand: 21.02.2022

 


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2022-02-21T14:50:43+02:00