DAX

In der letzten Woche setzte sich die Konsolidierung beim DAX auf hohem Niveau fort. Der DAX verlor 144 Punkte oder 0,94 %. Bis zum letzten Mittwoch setzte der DAX seine Seitwärtsbewegung fort, bevor es ab Donnerstag zu vermehrten Abgaben kam. Die Vorzeichen für den heutigen Tag sind durchwachsen. Während die US-Börsen bis kurz vor Handelsschluss am Freitag im positiven Bereich lagen, kam es auch dort im Schlussgeschäft zu stärkeren Abgaben. Dies setzt sich heute Morgen in Asien fort, wenngleich die Börsen in Japan und China feiertagsbedingt geschlossen haben. Obwohl der MACD zuletzt ein Verkaufssignal gab, hatte dies noch keine allzu großen negativen Auswirkungen auf den DAX. Der Start in den heutigen Handel verläuft bislang positiv. Ob damit die Konsolidierung bereits abgeschlossen ist, bleibt abzuwarten. Auf der Unterseite sollte die Marke von 15.072 Punkten halten. Falls nicht, könnten wir schnell bis in den Bereich um 14.962/14.931 Punkten fallen. Auf der Oberseite müsste der DAX über 15.244 Punkte ansteigen, um dann bis 15.312/15.350 Punkten anzusteigen.

 

Euro Stoxx 50

Der Euro Stoxx 50 ging am Freitag mit einem Punktestand von 3.974 Punkten aus dem Handel und gab auf Wochensicht -0,97 % nach. Auf Monatssicht schloss er den April mit +1,40 % positiv ab. Auf Sektorenebene ergab sich in der Vorwoche ein gemischtes Bild. Der Bankensektor (+5,97 %) sowie der Tourismussektor (+2,67 %) entwickelten sich am besten, wohingegen der Autosektor (-2,92 %) und die europäischen Versorger (-2,56 %) ins Hintertreffen gerieten. Der Euro Stoxx 50 konsolidiert aus technischer Perspektive die zweite Woche in Folge auf hohem Niveau, sodass sich die überkaufte Marktsituation allmählich abgebaut hat, wie ein RSI von 54 verdeutlicht. Einen Grund zur Panik sollte es nicht geben, da der Aufwärtstrend zwar an Dynamik verlor, jedoch weiter intakt ist und die erwartete Schwankungsbreite mit einem VStoxx von unter 20 als relativ niedrig zu erachten ist. Auf der Oberseite bildet das Aprilhoch auf Höhe des aktuellen oberen Bollinger-Bands bei 4.040 Punkten einen starken Widerstand. Auf der Unterseite bietet die 3.950 Punktemarke sowie das untere Bollinger-Band bei 3.935 Punkten eine solide Unterstützung. Ein Abkippen in Richtung 3.900 Punkte ist nicht auszuschließen, falls die in dieser Woche vorgestellten Quartalszahlen von den europäischen Schwergewichten, wie BMW, Münchener Rück, Siemens, Adidas, Deutsche Post etc. die hohen Markterwartungen nicht erfüllen sollten. Im vorbörslichen Futures-Handel deutet sich ein freundlicher Wochenstart an den europäischen Börsen an.

 

Dow Jones Industrial

Der Dow Jones konsolidierte in der vergangenen Woche leicht um 0,5 %. Er schloss bei 33.875 Punkten unterhalb der 34.000-er Marke. Die Nachrichtenlage an den US-Börsen war in der vergangenen Woche sehr positiv. Insbesondere die Tech-Riesen Apple, Microsoft, Alphabet, Facebook, Amazon übertrafen die Gewinnerwartungen deutlich dank eines starken Umsatzwachstums. Im Schnitt führte dies jedoch zu Gewinnmitnahmen, der Techsektor verlor auf Wochenbasis 2,1 %. Gut lief es bei Energietiteln (+3,6 %) und Finanzwerten (+2,4 %). Auch die US-Notenbank deutete an, dass die Geldpolitik weiter expansiv bleibe – sie denkt noch nicht an ein Einstellen der Anleihekäufe, was ein erster vorbereitender Schritt hin zu einer ersten Zinserhöhung wäre. Nach zwei Wochen leichter Konsolidierung hat der Dow Jones kurzfristig wieder etwas Luft, um das bisherige Allzeithoch bei 34.251 Punkten anzugreifen. Wir halten das Aufwärtspotenzial des Dow Jones aber für recht begrenzt, die Marktcharakteristik hinter den Kulissen ist doch recht schwach, aber in Summe haben wir das Potenzial für eine Woche mit Kursgewinnen. Auf der Unterseite scheint der Dow Jones aktuell im Bereich von 33.700 Punkten gut unterstützt zu sein, dort trocknete in den Vorwochen der Verkaufsdruck regelmäßig aus. Der Dow Jones befindet sich zwar nach wie vor stabil in seinem Aufwärtstrend, der sich seit den März-Tiefs des letzten Jahres herleiten lässt. Es zeigen sich aktuell jedoch Ermüdungserscheinungen an den US-Märkten, die eine Konsolidierung im weiteren Mai-Verlauf aus unserer Sicht wahrscheinlich machen. So sollte es beim Dow Jones zu einem Test der unterstützenden 50-Tage-Linie (aktuell bei 32.966 Punkten) kommen und im weiteren Verlauf zum Test des oben genannten Trendkanals (aktuell im Bereich von 32.700 Punkten und steigend).

 

Bund-Future

Der Bund-Future notiert aktuell bei 170,07 %-Punkten. Die letzte Woche beendeten Europas Rentenmärkte mit einem abwärts gerichteten Verlauf. Aktuell verläuft der Bund-Future nahe des seit Ende Januar bestehenden Abwärtstrends (aktuell bei 170,08 %-Punkten). Darunter findet sich lediglich eine schwache Unterstützung bei 169,66 %-Punkten. Ein Unterschreiten dieser Marke würde einen Test des bisherigen Kontrakttiefs bei 169,24 %-Punkten zur Folge haben.

 

Einschätzung

Die internationalen Aktienmärkte legen aktuell eine Verschnaufpause ein. Noch verharren die Indizes nahe ihrer Allzeithochs. Ein richtiger Abwärtsdruck ist aktuell nicht feststellbar. Die Saisonalität könnte die Märkte bis in den Sommer unterstützen. Allerdings sind sowohl Szenarien mit steigenden wie auch mit fallenden Kursen denkbar, wobei wir momentan eher das erstgenannte Szenario favorisieren.

Stand: 03.05.2021


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