Betriebliche Altersvorsorge

Die gesetzlichen Rentensysteme geraten aus der Sicht der Beitragszahler zunehmend in ein kritisches Licht. Die Rentenkassen sind – ganz anders, als der Generationenvertrag das mal vorgesehen hat – jedenfalls nicht so voll, dass man als Beitragszahler unkritisch nur auf dieses Standbein der Altersversorgung vertrauen könnte. Die demografische Entwicklung zeigt uns, dass immer weniger Beitragszahler für immer mehr Leistungsbezieher in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen müssen. Auch vor diesem Hintergrund hat die Politik schon vor geraumer Zeit Anreize dafür geschaffen, die gesetzliche Rentenvorsorge durch geeignete begleitende Maßnahmen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern „aufzubessern“.

bAV als weiteres Standbein

Eine dieser Möglichkeiten ist die betriebliche Altersvorsorge, kurz „bAV“ genannt.

Georg Pamboukis, unser Partner für den Bereich baV, wurde zu diesem Thema in der vergangenen Woche im Rahmen der Sendereihe „Chefsache“ von Regio-TV Bodensee befragt.

Dabei wies Georg Pamboukis auf einige interessante Erkenntnisse hin:

  • Zwar ist dem Arbeitgeber seit 2002 vorgeschrieben, dem Arbeitnehmer die Möglichkeit einer baV anzubieten. Tatsächlich haben derzeit aber nur ca. 20 % der Arbeitnehmer in mittelständischen Betrieben von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, auch diesbezügliche Modelle in Anspruch zu nehmen.
  • Ein hauptursächliches Problem sieht Georg Pamboukis u.a. darin, dass in mittelständischen und kleinen Unternehmen im Gegensatz zu Großfirmen kein Fachpersonal vorhanden ist, das sich um die Themen „Human Resources“ und „Employer Branding“ und damit zusammenhängend auch um die bAV kümmern könnte. Hierin sieht Georg Pamboukis im Übrigen auch einen entscheidenden Wettbewerbsnachteil des Mittelstandes gegenüber Großunternehmen, die sich dieses Themas schon intensiv angenommen haben.
  • In diesem Zusammenhang besteht nicht nur bei den Arbeitnehmern, sondern insbesondere auch bei den Arbeitgebern ein klares Wissensdefizit.
  • Die Beteiligten müssen erkennen, dass zur Ergänzung der gesetzlichen Altersvorsorge etwas getan werden muss. Die Alternative, nichts zu tun, ist die denkbar Schlechteste.
  • Neben der Sachwertanlage (z.B. Immobilien) und dem Sparen sollten sich die Betroffenen Gedanken über die baV machen, zumal diese Art der Altersvorsorge mit der höchsten staatlichen Förderung begleitet wird. Die Beiträge des Arbeitnehmers werden steuerwirksam aus dem Bruttoeinkommen bestritten und zusätzlich durch Leistungen des Arbeitgebers angereichert.
  • Für Arbeitgeber ist damit u.a. der Vorteil einer stärkeren Bindung der Arbeitnehmer an das Unternehmen verbunden.
  • Obwohl das Thema bAV oftmals von allen Beteiligten als interessant erkannt wird, fehlt es in mittelständischen und kleinen Unternehmen häufig an der Zeit und den notwendigen Kenntnissen, sich damit aktiv zu beschäftigen.
  • Jüngste Studien belegen, dass die systematische Einführung eines baV-Modells zu signifikanten Steigerungen im Bereich der Mitarbeiterzufriedenheit und der Mitarbeiterbindung führt.
  • Angebote für ein bAV-Modell können natürlich direkt bei Versicherungen oder Banken abgefragt werden. Im Interesse der Neutralität der Beratung muss man dann jedoch den Aufwand betreiben, mehrere Institute anzusprechen und zur Abgabe von Angeboten aufzufordern. Der damit verbundene Aufwand ist von kleineren und mittleren Unternehmen oft nicht zu leisten. Deshalb empfiehlt es sich, einen qualifizierten und unabhängigen Berater ins Boot zu holen, der die Interessen des Unternehmens und der Arbeitnehmer im Fokus hat und keinem Anbieter verpflichtet ist.

Den gesamten Beitrag mit Georg Pamboukis kann man sich auf Regio-TV Bodensee noch einmal anschauen (Dauer ca. 11 Minuten). —

Georg Pamboukis ist ein erfahrener – wenn nicht der erfahrene – unabhängiger Berater in Sachen Betriebliche Altersvorsorge. Die Finanzkanzlei am See arbeitet zu diesem Thema exklusiv mit Georg Pamboukis zusammen. Bei Fragen zum Thema, Interesse an allgemeinen Informationen oder an einem individuellen Beratungsgespräch stehen wir zusammen mit Georg Pamboukis natürlich jederzeit gerne zur Verfügung. In diesem Fall empfehlen wir, uns über unser Kontaktformular anzusprechen, damit wir uns umgehend um das Anliegen kümmern können.